Wenn der Nebel über das Land zieht und die Sonne nur noch einige Stunden am Tag scheint, dann ist wohl endgültig der Herbst angekommen. Und deswegen möchte ich euch heute mein wohl letztes Sommeroutfit für dieses Jahr zeigen, aber ich möchte nicht nur das Outfit in den Mittelpunkt rücken, sondern auch diesen Sommer Revue passieren lassen.
Ganz kurz gesagt - ein Sommer mit Höhen und Tiefen, ein Sommer, den ich wohl nicht so schnell vergessen werde. Vor den Sommermonaten habe ich mir versprochen, dass ich diesen Sommer besonders genießen werde, Neues erleben, nach vorne schauen, viel mit Freunden unternehmen und reisen und vor allem das Leben genießen. Jetzt stehe ich an dem Punkt, wo ich sage, dass ich es schon wieder nicht zur Gänze geschafft habe, da der Alltag und die Arbeit dazwischen gekommen ist. Ach, manchmal hasse ich meinen Perfektionismus und meinen Verstand. Ich wünscht, ich könnte einfach meine Gedanken abschalten und das Leben so nehmen, wie es kommt, aber das ist für mich extrem schwierig. Ja ich weiß, da muss ich noch viel lernen. Obwohl ich diesen Sommer viel gearbeitet und gelernt habe, bin ich reicher an Lebenserfahrung geworden. Durch diverse Umstände bin ich an einem Punkt angelangt, wo mein Kopf und mein Herz Krieg führten. Innere Dissonanz brachte mich an meine Grenzen, bis ich mich dazu entschlossen habe, Sachen loszulassen, die einem mehr schaden, als sie nützen. Kennt ihr das Gefühl sich an Dinge in eurem Leben gewöhnt zu haben und ihr euch nicht vorstellen könnt, diese zu missen oder gar ohne diese vollständig weiterleben zu können? Ja, ganz ehrlich - es ist eine scheiß Erfahrung und tut scheiße weh, aber genau solche Erfahrungen muss jeder Mensch durchstehen. Es muss Tiefen im Leben geben, damit man die Höhen wieder genießen und dankbarer entgegennehmen kann. Es kann nicht immer alles gut sein, sonst würde das Leben nur aus Höhenflüge bestehen und man würde das Gegenteil nicht kennen lernen können. Dass etwas mal nicht so rund läuft und man traurig ist hat auch ganz viel Positives. Man schätzt die guten Dinge, die einem im Leben passieren dann umso mehr.
Der Sommer hat mir wieder für Neues Kraft gegeben, auch wenn es anfangs sehr schwer ist sich von der Gewohnheit zu lösen und im Leben wieder Fuß zu fassen. Aber manchmal muss man einfach Dinge einsehen, die einfach nicht haben sein dürfen. Dinge, die anfangs als das Beste, was dir je passiert ist, erschienen, und letztendlich einen wütend machen und innerlich zerstören.
Ich bin ein Mensch, der sehr viel über das Leben philosophiert und spekuliert, doch ich kam an dem Punkt, wo meine Gedanken fast innerlich explodierten und wo ich zu dem Schluss kam, diese Gedanken freizugeben und loszulassen. Etwas im Leben gehen zu lassen, das man mit Zuneigung und Liebe gefüllt hat, ist kein einfacher Schritt, weil man über seinen eigenen Schatten springen muss, aber ich hoffe, dass es am Ende wert war. Und ob's eine gute Entscheidung war, das weiß ich hoffentlich in einiger Zeit. Bis dahin warte ich gespannt auf mein Unileben, auf viele tolle Veranstaltungen, auf geplante Kurztrips mit einigen Freunden und Erinnerungen, die das Leben lebenswert machen. Die Zukunft ist es, in der wir leben müssen. Die Vergangenheit hat uns geprägt und aus ihr sollen wir lernen. Die Fehler, die wir gemacht haben, sollen uns Chancen geben für etwas Neues, das wir versuchen besser zu machen. Aber vor allem hoffe ich darauf, dass alles wieder besser wird. Es war zwar kein Sommer, wo ich betrunken über Festival-Geländer gelaufen bin, es war kein Sommer, wo ich die meiste Zeit am See gechillt habe, es war ein Sommer, wo ich mir selbst viel Zeit geschenkt habe und aus dem ich einiges an Erfahrungen sammelte... Bye bye summer, hello autumn <3
“There ain't no way you can hold onto something that wants to go, you understand? You can only love what you got while you got it.” - Kate DiCamillo
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| Kleid, Bluse, Shades: H&M / Schuhe: Deichmann / Tasche: Ara |